NaturFreunde-Landestreffen NRW am 2. Mai 2004 in Bergisch Gladbach-Herkenrath

Herzliches Willkommen allen Freunden an unserem Naturfreundehaus Hardt in Bergisch Gladbach-Herkenrath! Die Mitglieder der Ortsgruppe sowie unsere Pächterfamilie Heidi und Guido Eisenhuth und ihre Helferinnen und Helfer haben bei der Vorbereitung ihr bestes getan, um Euch einen interessanten Tag und einen angenehmen Aufenthalt zu sichern. Das Exkursionsprogramm hat für jeden Interessenten etwas zu bieten, sowohl im Bereich der Naturkunde wie Geologie, Botanik und Forstkunde als auch in der Kultur: Geschichte, Heimatkunde, Entwicklung der Bergbautechnik, Städtebau u.v.m. Es dürfte schwer fallen, sich für eine der zwölf angebotenen Exkursionen zu entscheiden, zumal alle von ausgewiesenen Fachleuten geführt werden. In dieser Broschüre haben wir versucht, Euch einige Hinweise auf die Themen und die Exkursionsziele zu geben. Es sind keine Wanderstrecken dargestellt; hier geht es ausschließlich um die Inhalte. Vertiefende Literatur ist so vielfältig greifbar, dass es schwer fällt, eine Auswahl zu treffen. Man mag mich im Zweifelsfalle fragen. Das Kulturprogramm am Nachmittag verspricht einiges. Warten wir es ab. Allerdings sind wir vom Wetter abhängig. Aber ich kann Euch beruhigen: Wetter findet auf jeden Fall statt, dafür ist gesorgt. Nun denn, Berg frei an Haus Hardt! Im Namen der Kölner grüßt Euer Hans Peter Schmitz (Vorsitzender) Zur Geschichte des Hauses Wir erhielten Gelände (knapp 2,5 ha) und aufstehendes Gebäude der ehem. Grube Blüche(Betrieb von etwa 1854 bis 1904) als Wiedergutmachung für 1933 enteignetes Eigentum, darunter die Häuser auf dem Himmerich im Siebengebirge. Das geschah im r
Jahre 1958. So sah das von mehreren Familiebewohnte Haus aus: n
Nachdem die Familien anderweitig mit Wohnrauversorgt waren, konnten wir mit Renovierung unm d
war im Oktober 1960. Bald erwies sich das HauAnbau eines Sanitärtraktes beginnen. Eröffnung s als zu klein. Wir bauten den Saal an und das
zweite Obergeschoß aus; das war 1966/67. Viele Verbesserungen folgten, die letzte 2002, und wenn es klappt, ist beim Landestreffen diviel zu kleine Küche erweitert. Außerdem soll noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Hausmeisterwohnung begonnen werden. e

Beschluß der Jahreshauptversammlung der OG Köln e.V. am 15. März 2003 am Vorabend des Irak-Krieges der USA

Friede ist das höchste Gut

Krieg darf niemals Mittel der Politik sein, auch nicht als ‡allerletzter Ausweg—. Kein Staatsmann der Welt hat das Recht, ein Volk mit Krieg zu überziehen. Angeblich ‡notwendige— Kriege sind Folge des Versagens der Politik und der Politiker.

Auch im akuten Falle lehnen wir einen Krieg gegen das irakische Volk ab. Für den Frieden gibt es immer eine Chance, wenn alle sich dafür einsetzen.

Wir begrüßen die Friedenspolitik unserer Bundesregierung und fordern sie auf, den Erpressungsversuchen der US-Regierung zu widerstehen. Wir danken dem Bundeskanzler und dem Außenminister für ihre klare Haltung und erwarten, dass sie den kriegsbereiten Staaten keinerlei Hilfe gewähren. Wir wissen uns in dieser Frage einig mit der Mehrheit des deutschen Volkes. Die Opposition im Deutschen Bundestag fordern wir auf, die zielstrebige Friedenspolitik der Regierung nicht zu gefährden, sondern sie zu unterstützen.

Zum Zeichen ihres Friedenswillens und aus fester Überzeugung,dass nichts das Führen eines Angriffskrieges rechtfertigt, erklären die Kölner Naturfreunde:

Unsere vier Naturfreundehäuser in Köln und Bergisch Gladbach sind

Orte des Friedens.

Die Häuser Köln-Höhenhaus, Köln-Kalk, Köln-Mitte u. Haus Hardt wurden entsprechend gekennzeichnet.

Beide wurden 1975 zusammengeschlossen und erhielten den Namen der einwohnerstärkeren.

Das ist der Grund, weshalb Bergisch Gladbach zwei Rathäuser hat. Das —berühmtere“ steht in Bensberg, das ältere in Gladbach. Letzteres sieht zwar ehrwürdig alt aus, ist es aber nicht, denn es entstand nach Entwürfen des Architekten Ludwig Bopp um 1900. Die Schauseite zeigt drei verschiedene Baustile: Der Ostflügel hat über Spitzbogenfenstern im Erdgeschoß einen Fachwerkaufbau mit schönem Erker und erscheint damit bodenständig —Bergisch“; die Architektur des Südflügels ist von süddeutschen Elementen beeinflußt Ludwig Bopp stammte aus München, er war mit Gabriel Seidl, dem Architekten von Schloß Lerbach ins Rheinland gekommen -, und der Mittelteil sieht sehr trutzig und abweisend aus œ was gar nicht zu einem Haus für die Bürger paßt. Es ist in Muschelkalk ausgeführt.

Das Rathaus in Bensberg
entstandMitte des vorigen
Jahrhunderts; Ar-chitekt war der

bekannte Gottfried Böhm, der in Bergisch Gladbach mehrere, auch wohl sehr eigenwillige Bauten errichten hat. Böhm hat Teile der alten Burg (11. Jhd.) in den mo-dernen Betonbau einbezogen. Weithin sichtbar steht der alte Bergfried neben dem modernen Treppenturm

für die Menschen œ auch für die im Umland œ hat oder nicht.

Trotz einiger Großbauten in der Stadtsilhouette ist Bergisch Gladbach mit seinen städtischen Ortsteilen eine liebenswerte Mittelstadt geblieben œ die vielleicht sogar etwas zu viel —Provinz“ zeigt, und die dörflichen Ortschaften haben alle ihre Eigenheiten und speziellen Reiz

Bergisch Gladbach hat einen großen Wohn-und Freizeitwert, weshalb Jahr um Jahr großstadtmüde Menschen hierhin ziehen und so das ge-fährden, weswegen sie kommen: die gute Wohnlage, günstige Verkehrsverbindungen in die Zentren und ausreichend Natur ums Haus.

Nicht nur Wohn-und Schlafstadt

Die Bürger aus Gladbach und Bensberg, Paffrath, Refrath und den vielen anderen Orten waren immer schon fleißige Leute. Neben der Landwirtschaft und der Arbeit im Wald lebten die Menschen früherer Jahrhunderte von dem, was die Natur, was ihre Heimat ihnen bot. In Gladbach war das vor allem der Kalk, der als Massenkalk und in abgewanderter Form als Dolomit in großen Mengen vorhanden war.

Und dann gab es den Strunderbach, den die Bauern einst gezähmt und in ein ‡glattes— Bett gezwungen hatten œ daher möglicherweise der Ortsname! Zeitweilig trieb er auf seinem kurzem Lauf zum Rhein mehr als 40 Mühlen verschiedener Zweckbestimmung. Schon vor 450 Jahren wurden die ersten Papiermühlen gegründet, die Vorläufer der seit dem 19. Jahrhundert bedeutenden Papierindustrie. Die Strunde und das Papier œ so kann man sagen œ haben den Wohlstand der Stadt begründet. Natürlich gab es auch eisenverarbeitende Betriebe, denn wo irgendeine Industrie blüht, müssen Maschinen gebaut und gewartet werden.

Was in Gladbach der Kalk und die Strunde, das waren in Bensberg Metallerze, die schon im späten Mittelalter, vor allem im 19. Jahrhundert gewonnen und aufbereitet wurden. Es handelte sich um Zinkund Bleierze, daneben auch Kupfer. Sogar Quecksilber soll im Milchborntal vorgekommen sein. Eisenerze geringerer Qualität wurden gefördert und aufgearbeitet. Der Bergbau wurde erst 1978 eingestellt, als die letzte Grube auf dem Lüderich oberhalb Untereschbach schloß. Der Ort hatte bis zur Neugliederung der Gemeinden 1975 zur Stadt Bensberg gehört und wurde dann der Gemeinde Overath zugeschlagen, die sich heute ‡Stadt— nennen darf.

Übrigens, unser Naturfreundehaus Hardt gehörte zum Bergwerk, ‡Grube Blücher—, das von etwa 1850 bis 1900 betrieben wurde. In unmittelbarer Nähe zum Haus gibt es viele Bergbaurelikte zu sehen.

Der Mensch lebt nicht nur für die Arbeit ...

Es war schon die Rede vom hohen Freizeitwert unserer Stadt. Neben einer relativ naturnah verbliebenen Landschaft haben vielfältige kulturelle und sportliche Einrichtungen dafür gesorgt. Allerdings muß man kritisch anmerken, dass die Stadthäupter nicht erst neuerdings sehr knauserig damit umgehen. Das Schulangebot ist sicherlich ausreichend; es gibt sogar eine Fachhochschule. Und wenn es an irgendetwas mangelt œ spezielle Schulformen, kulturelle Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten œ so ist der Weg in die nahe Großstadt nicht weit; die S-Bahn schafft es in 20 Minuten.

Fördermaschine im Museum Bensberg

So hat dann Bergisch Gladbach seinen Gästen vieles zu bieten, das von Interesse ist. Wir hoffen, dass sich die Besucher des NRW-Naturfreundetreffens wohlfühlen in unserer Stadt.

Text & Fotos: HPS

Papierschöpfer-Denkmal

Exkursion 1: Geologie

‡Die Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde— Führung: Prof. Dr. Ulrich Jux, Berg. Gladbach

Eine paläontologische Betrachtung zum Landeswandertag 1994 von Siegfried Bartosch (gekürzt)

Naturfreunde Forschen

Ein Blick in unser Kölner Naturfreunde-Archiv zeigt, dass Mitglieder unserer Gruppen in Köln und Bergisch Gladbach seit Gründung der Vereine naturkundlich tätig waren. Um die Erforschung der ‡Paffrather Kalkmulde— hat sich besonders der

Bergisch Gladbacher Hobby-Geologe Peter Spiegel (1888 œ 1962) bemüht. Er brachte es zu wissenschaftlicher Anerkennung, indem ein von ihm zuerst beschriebenes Muschel-Fossil nach ihm benannt wurde und den Zunamen ‡spiegelia— trägt.

In den vielen früher betriebenen Steinbrüchen konnten die Geologen œ Fachleute wie Laien œ viele schöne Versteinerungen finden. Der Kalk wurde zum Bauen, in der Landwirtschaft, der Eisenverhüttung und als Dolomit beim Straßenbau und der Glasgewinnung verwendet.

Der in unserer Gegend vorhandene Kalkstein stammt aus dem Devon, genauer: aus dem Mittel-Devon, einer erdgeschichtlichen Formation, die nach der engl. Grafschaft Devonshire benannt ist. In der Devonzeit œ die liegt über 350 Millionen Jahre zurück und dauerte ca. 55 Mio. Jahre œ setzten sich in einem warmen Meer große Mengen Kalkreste von Korallen, Schnecken und anderen Kalk bildenden Tiere ab, die man heute zuweilen als Fossilien finden kann.

Die erdgeschichtlichen Formationen werden unterteilt in Stufen, diese in Schichten. Fossilien, die nur in einer Schicht, Stufe oder Formation zu finden sind, heißen ‡Leitfossilien—. Das Leitfossil des Unter-Devon ist der sog. ‡Eulenkopf— mit wissenschtl. Namen ‡Stringocephalus burtini— genannt. Leider hat die technische Entwicklung den Kalk weitgehend überflüssig

gemacht. Die Gruben sind heute alle geschlossen. Damit sind die beglückende Erlebnisse Vergangenheit, wenn man

beim Spaziergang ein schönes Fossil fand. Wir waren einmal mit Peter Spiegel in Büchel bei Herrenstrunden unterwegs und fanden ein herrliches Stück Koralle.Wir konnten einen tiefen Blick ins Mitteldevon tun. Was müssen damals für gute Lebensbedingungen geherrscht haben, dass sich solche Korallenstöcke bilden konnten, in deren Schutz Armfüßler, Schnecken, Seelilien und vieles mehr leben konnten. Bei unserem Fund haftete noch ein Armfüßler mit Namen

‡Uncites gryghus— an den Korallenästen. Im Bergischen Löwen in Bergisch

Gladbach ist eine sehenswerte Ausstellung mit Funden aus der Kalkmulde und von anderen Orten.

Was noch von Interesse ist ... Zusammengesucht aus Schriften von Siegfried Bartosch und Karl Weiß sowie der Schrift über den geologischen Lehrpfad in Bergisch Gladbach

Die Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde

erstreckt sich in Form eines spitzwinkligen Dreieckes mit NO/SW gerichteter Mittelachse. Sie mißt zwischen Kürten-Miebach im Osten und Berg. Gladbach-Hand im Westen etwa 12 km; die größte Breite erreicht sie zwischen Lustheide (zu Berg. Gladbach-Refrath gehörend) im Süden und Seelsheide (gehört zu Berg. Gladbach-Schildgen) im Norden. Die Abfolge ihrer Schichten reicht im wesentlichen vom oberen Mitteldevon bis ins Oberdevon. Der Südrand der Mulde markiert die sog. ‡Bergische Überschiebung—; hier überdecken unterdevonische Schich-ten das Oberdevon der südlichen Muldenflanke. Im Westen bildet die tertiäre Bruchlinie des Rheintales die Begrenzung. Im Norden vereinigt sich Für Geolbesonderem Interesse; es liegt zwischen der nordöstlichen Innenstadt und dem Dorf Romaney und ist als Naturschutzgebiet eingetragen. Die

‡Schlade— ist ein Trockental von 3 km Länge bei 110 m Höhendifferenz. Die Erdschichten sind durch

Steinbrüche hinreichend
aufgeschlossen. Aber auch die
Faunisten, besondersdie

Schneckenkundler und die Botaniker

Das Rathaus im Ortskern von Alt-Gladbach weist an der Vorderfront des Mittelteiles Baumaterial aus heimischem und mainfränkischem Platten-und Muschelkalk auf.

Untenstehende Tafel ist œ freundl. Genehmigung vorausgesetzt œ der Schrift über den GEOPFAD entnommen.

Textzusammenfassung: HPS

Exkursion 2: Heimatkunde, Technikgeschichte

Im Bergbaurevier Bensberg

Wanderung durch die Hardt auf verschiedenen Wegen

Führung: Herbert Ommer & Herbert Stahl

Bergbau in Bensberg?

Was denn, hier Bergbau? Hier in Bensberg?— fragte der Neubürger ungläubig. Da konnte ich nur sagen:

Ja, und wie!!!— mit drei Ausrufungszeichen, denn zur Blütezeit des Berg-baues im 19. Jahrhundert existierten zwischen Bensberg und Overath und in den Seitentälern sowie auf den Höhen mehrere Hundert Betriebe œ die meisten natürlich als Familienunternehmen und quasi

handwerklich—. Noch Grube Weiß, 28 Gruben mit über 2.30 bis 1931 en, die den Lebensunterhalt für 7.000 Menschen dort verdienten. Zusammen mit den Sekundärversorgern hatten mehr als 10.000 Menschen ihr Auskommen auf Basis Bergbau.

Ob nun schon in vorgeschichtlicher Zeit nach Erzen gesucht wurde œ darüber weiß man nichts. Jedenfalls gibt es ein erstes Dokument vom 23. August 1512, in dem Herzog Johann

III. von Jülich-Cleve verfügte: ‡... in unsem berge genant der Haen in unsem ampt van Portz ind in unsem kirspel van Bensbure gelegen inzuslain ind zo soechen alrelei erzs—. Zu Beginn des 20. Jhd. wurde in einem alten Stollen am Lüderich

‡Gezähe— gefunden, altes Holzwerkzeug, das auf das 15. oder

16. Jhd. datiert wurde.

Für den Lüderich im Sülztal zwischen Untereschbach und Overath gab es dann unter dem besagten Herzog die erste Abbaugenehmigung. Übrigens, die Geschichte gab dem Herzog den Beinamen ‡der Friedfertige—.

Die kriegerischen Wirrnisse im 15. und

16. Jahrhundert œ es hieß niemand mehr ‡der Friedfertige—!— œ ließen den Bergbau zum Erliegen kommen. Das Wissen darüber ging offenbar nicht verloren, denn als die Barockfürsten Geld für ihre protzigen Schlösser brauchten œ so Johann Wilhelm II. œ wurden die alten Stollen wieder aufgegraben und neue dazu; man hätte ja auch Gold, zumindest aber Silber finden können. Jedermann konnte sein Glück versuchen. Der Bergbau im Revier Bensberg boomte. Man grub nach Eisen, Kupfer, Blei und Quecksilber. Als man Zinkerze aufzubereiten verstand, traten diese an die Spitze der geförderten Mineralien.

In den kleinen Gruben haben die Menschen mit einfachem Werkzeug dem Berg die Erze abgetrotzt. Die Technik der Wasserhaltung und der Bewetterung war primitiv. Das wurde anders, als ausländische Unternehmen mit viel Kapital und Fachwissen ins Geschäft einstiegen. Außerdem hatte James Watt 1778 die Dampfmaschine erfunden, mit deren Hilfe schwere Arbeit erleichtert wurde.

Was sieht man heute noch?

Beschränken wir uns auf das nähere Umfeld des Naturfreundehauses, das um 1850 als Steigerhaus der Grube Blücher erbaut wurde. Wenige Meter neben dem Weg ins Lerbachtal sehen wir ‡Pingen—; das sind Einbruchsstrichter über alten Stollen oder verfallenen Schächten. Solche Pingen finden sich an vielen Stellen, manchmal mehrere dicht hintereinander, was die Laufrichtung der Stollen anzeigt. Kleine, ebene Flächen an den Hängen im Wald deuten auf Abraumhalden der kleinen Gruben hin; man hatte das taube Gestein einfach vor der Stollenmündung abgekippt. Im Waldstück hinter unserem Parkplatz ist ein offener Stollen, von den Kindern als ‡Bärenhöhle— bezeichnet. Er führt etwa 15 Meter in den Berg. Er könnte aus dem Mittelalter stammen. Dies glauben die Fachleute daran zu erkennen, wie der Fels gebrochen wurde: in Handarbeit mit Hammer und Schlegel. Im Naturfreundehaus hängt die Kopie einer Genehmigungsurkunde, mit der 1886 die Lagerung von Sprenstoffen in diesem alten Stollen erlaubt wurde.

Auf dem Parkplatz ist ein Stückchen Wald erhalten. Dort war der Maschinenschacht der Grube Blücher. In den 60er Jahren ist er nach einem kräftigen Regenschauer eingebrochen und mußte von der Bergwerksgesellschaft verfüllt werden.

Unterhalb des Naturfreundehauses ist im Tal ein Klärteich zu erkennen. Ein Teil der Staumauer ragt aus dem Schlamm, Rohrteile und Stahltrossen haben ein Jahrhundert überdauert. Von unter führte eine Kipplorenbahn-Trasse nach oben und endet im Wegeknick unterhalb des Spielplatzes.

Text und Foto: HPS

Von ‡Apfel— bis ‡Washington—

Gruben haben Namen œ manchmal recht seltsame. Neben Frauennamen gab es solche, die gewisse Erwartungen stellten, z.B. ‡Neue Hoffnung—, ‡Himmelsglück—,

Mariensegen— oder ‡Sonntagskind—. In diese Kategorie gehören auch

Freiheit— und ‡Freie Presse—. Beliebt waren Feldherren; so hießen Gruben nach Napoleon, Blücher, Washington und Wallenstein. Weniger bekannt als die alten Haudegen, wenn auch wichtiger für die Menschheit, waren Wissenschaftler. Es erinnerten Gruben an Jöns Jakob Berzelius, Leopold von Buch, Christian-Samuel Weiß oder Georg Foster. Der Schwede Berzelius (1779 œ 1848) war Chemiker und schuf u.a. die chemischen Zeichen. Von Buch (1774 œ 1853), ein Geologe, gab das erste geognostische Kartenwerk von Deutschland heraus und schrieb viele Bücher über die Geologie. Der Mineraloge Weiß (1780 œ 1856) entwickelte die Systematik der Kristalle und Georg Foster (1754 œ 1794) war als Natur-und Völkerkundler mit Captain Cook um die Welt gesegelt und hatte seine Reisebeschreibungen in eine künstlerische Form gekleidet. Er wurde als Unterstützer der Französischen Revolution (1789) bekannt und war später Bibliotheksdirektor an der Universität Mainz.

Auch Örtlichkeiten dienten als Namen für Gruben, so z. B. ‡Lüderich—,

Schnepfental— oder ‡Wahner Heide—. Und dann gab”s noch Bezeichnungen wie ‡Frühstück— oder ‡Schlofköpp— und œ eigentlich appetitlich œ ‡Apfel—.

Unfall auf der Grube Apfel

Der 15-jährige (!) Bergarbeiter August Ansorge erlitt 1876 in der Grube

‡Apfel— einen Unfall mit Beinbruch. Acht Monate dauerte seine Genesung im Krankenhaus Bensberg. August hat seine Krankengeschichte auf 87 Seiten niedergeschrieben. Dieser Bericht ist Zeugnis der Qualen, die ein Kranker/Verletzter vor nur gut 100 Jahren erdulden mußte.

August kann sich an den Unfall-Vorgang nicht erinnern. Man sagte ihm, als er aufwachte, er sei mindestens 25 m tief gestürzt. Präzise beschreibt er die Behandlungsmethoden, so die Betäubung mit Chloroform: ‡Als ich viermal geatmet, schwinden mir die Sinne. Ich höre meine Herzschläge,. .. Es brummt und rauscht mir wie ein Wasserfall im Kopf. ...Mit einem Male schießt es mir wie SCHUMM! durch den Körper und alles ist still und tot....—

18 Wochen lag er im Bett und hat dabei ‡drei Mal an das Himmelstörchen geklopft—. Er beschreibt Operationen, Fieber, das Aufstechen eitriger Beulen und Herausnehmen eines Klumpen faulen Fleisches bei vollem Verstand (eine Narkose hätte er nicht überstanden), das ungeheizte, winterlich kalte Zimmer, die Fürsorge der Nonnen, die tagelang für ihn beteten, seine Ängste, Hoffnungen und die Enttäuschungen bei abermaligen Rückschlägen. Sein Bein blieb 5/4 Zoll kürzer, und als er am 5. November mit seinem Vater zu Fuß nach Hause ging, brauchten sie für den einstündigen Weg ‡volle vier ganze Stunden—.

Exkursion 3: Heimatkunde Johanniterkommende und das Mühlental der Strunde Führung Hans Ludwig Arnold

die Insel auf dem Weg nach Ägypten,

Das Unklare zuerst

Da kommt der Wanderer zum schönen Dorf Herrenstrunden und erfährt, dass hier einst eine Johanniterkompturei war; Zeugnis dafür ist die gut erhaltene Kompturei aus dem Jahre 1684. Gleich daneben sieht er die Malteser-Mühle, und schon geht das Rätselraten los. Johanniter und Malteser das gleiche? Ja, und wenn der Wanderer dann erfährt, dass der katholische Johanniter-/Malteser-Orden zwischendurch auch noch Rhodeser hieß, ist die Verwirrung komplett. Und oberdrein gibt es seit 1812 die preußische Gründung eines evangelisch-weltlichen Johanniterordens.

Wie das alles? Also: Um die erste Jahrtausendwende zogen mehr oder weniger fromme Männer ins Morgenland, um die heiligen Stätten der Christenheit von den

‡Ungläubigen— zu befreien. Nun waren diese zwar auch nicht ohne Glauben, aber die Christen hielten diesen für den falschen. Aber lassen wir das, sonst kommen wir nie nach Herrenstrunden. Nun war eine solche Befreiungsfahrt oder eine Pilgerreise nicht etwa ein Wochenendausflug nach Teneriffa. Die Reise war stapaziös. Viele kamen, wenn überhaupt, krank an. Also brauchte man Hospitäler. Diese erfand der Provençale Gerhard Tom und und gründete einen Orden für deren Betrieb; die Männer waren nicht nur mildtätig, sondern auch wehrhaft und rüsteten sich zur Verteidigung der Pilger. Sie lebten nach den Regeln des Heiligen Benedikt und nannten sich ‡Ordo militiä Sancti Joannis Baptistä Hispitales Hierosolymitani—. Sie trugen als Zeichen ein 8-spitziges Kreuz. Ihr Hospiz hatte 2.000 Better (besser: Lagerstätten) œ selbst heute unvorstellbar.

Also: Johanniter von Johannes. Klar? Dann weiter! Um 1300 mußte der Orden infolge des Rückzuges der Christen weichen, ging nach Zypern, dann nach Rhodos und nannte sich Rhodeser. Aber um 1530 kam Sultan Soliman II. und vertrieb den Orden erneut. Sie riefen ‡Go west!— Kaiser Karl V. schenkte ihnen die Insel Malta. Und wieder wurde umfirmiert in

Malteser.

Um die Namensvielfalt nicht ins unermeßliche zu treiben, gedachten sie auf Malta zu bleiben. Aber sie hatten nicht an Napoleon und die Briten gedacht. Ersterer besetzte 1792 letztere vertrieben ersteren 1800 und versprachen dem Orden im Frieden von Amiens die Rückgabe der Insel. Aber Pustekuchen! Denn wer hätte sich schon an solche Versprechungen gehalten?

Der Orden im Abendland

Der Orden, der vor 1.000 Jahren fernab der Heimat Pilger beschützte und versorgte, brauchte eine Nachschuborganisation in der Heimat, die ihn vor allem mit neuen Menschen und mit Geld unterstützte. So wurde schon 1150 eine ‡Kommende— œ ein Wirtschaftsunternehmen œ in Duisburg gegründet. Erzbischof Engelbert I. (als Graf von Berg Engelbert II. )

schenkte dem Orden um 1220 Land im Raume Bechen/Herkenrath. So kamen die Johanniter an die Strunde. Hier blieben sie bis zum 3. Januar 1806 und mußten dann infolge der Säkularisierung ihre Besitzungen aufgeben.

Die historischen Gebäude

Die ältesten Teile der Kirche œ Langhaus und Krypta œ stammen noch von der Ordenskapelle aus dem Jahre 1555. Chor und Seitenschiffe wurden 1904 errichtet. Im südl. Spitzbogenfenster befindet sich eine Rundscheibe mit der Figur des Patronatsheiligen Johannes des Täufers. Vor ihm kniet ein Johanniter mit den Initialen FJDS ( Frater Joachim de Sparr?) und die Jahreszahl 1556, In Eisennägeln der Kirchentüre sind Kreuze eingeschlagen.

Die Kompturei liegt der Kirche gegenüber. Das Jahr ihrer Erbauung ist durch die Zahl über der Eingangstüre dokumentieret: 1684. Eine Urkunde aus 1689 belegt dies zudem.

Die Maltesermühle ist seit Mitte des

14. Jahrhundert nachgewiesen. Der heutige Bau stammt ausweislich der Mauerhaken aus dem Jahre 1728. Ein Wapperstein über der Türe zeigt ein Schild mit Lilie, das auf einem Johanniterkreuz ruht. Die Inschrift lautet: ‡Carl Frans Freyherr von WachtendonckHerr zu Germenzell

S.I.O. Ritter und Comamandeur zu Herrenstrunden.—

Die Burg Zweiffel liegt am westl. Ortseingang an der 1848/49 auf Privatinitiative des (Köln-)Stammheimer Herrn zu Fürstenberg erbauten Landstraße. Auf eine eh. Wasserburg deuten die Rollen oberhalb der Eingansgstüre hin (Zugbrücke). Die

ursprüngliche Burg lag früher auf der anderen Straßenseite, wo noch etwa etwa 6 1,5 m dicke Mauern erhalten sind.

Wenn man weiter nach Westen geht, kommt man zum ehemaligen Freibad Herrenstrunden, von dem nur die hölzerne Eingangshalle erhalten ist, weil sie unter Denkmalschutz steht. Das übrige wurde seitens der Stadt soweit verkommen lassen, bis eine Reparatur unbezahlbar war.

Arbeitsplatzverlust infolge eines fremdenfeindlichen Müllers Eine Herrenstrunder Sage, nacherzählt von haps:

Herrenstrunden gehört zur Kalkmulde; es gibt Höhlen und Stollen, und unterirdische Wasserläufe können schon mal ihren Weg ändern. Darauf beruht eine Sage.

In den Höhlen lebten seinerzeit Zwerge œ auch Querge genannt. Sie waren von weit her gekommen und verdienten ihr Brot im Bergwerk. Damals entsprang die Strunde weiter östlich auf dem Berge in Spitze. Dort hatte der Spitzmüller seine Mühle. Es war ein hartherziger, fremdenfeindlicher Mann, der es nicht leiden mochte, dass eine Zwergenfrau ihr Zwergenkühlein auf seine Weide zum Grasen führte. Er drohte ihr, das Tier zu erschießen.

Eines Tages aber stand die Mini-Kuh wieder auf seiner Wiese.. Als er mit seinem Flitzebogen ankam und zielte, sagte die Zwergin:

Schießt du min Kuh, die brung, soll springen der Bach da zur Strung.— Aber der Müller lachte nur und schoß die kleine Kuh mausetot; was auch sonst bei einem soooo kleinen Tier. Da tauchte die Zwergin ein Reis in das Bachwasser und murmelte:

Stocke, stocke Asenborn, dich verwünschet Heidenzorn. Quille tiefer in dem Tal wieder an den Sonnenstrahl! Sprudle durch die finstre Macht zu Herrenstrunden aus der Nacht!— Oder so ähnlich, denn sie sprach ja zwergisch.

So geschah es. Die Quelle versiegte momentan, das Mühlrad hörte auf zu klappern und der Spitzmüller stand im wahrsten Wortsinne auf dem Trockenen. Seit dieser Zeit entspringt die Strunde am östlichen Ortsausgang von Herrenstrunden in einem kleinen Quellsumpf. Alldort spielt eine weitere Sage (‡Die Schlangenkönigin—), aber die erzähle ich ein andermal.

Von Eule und Nachtigall

Wir kennen alle das Sprichwort des einen Eule und des Nachtigall. Dies trifft hier bei uns Strundetal voll zu. Was die eiœ häufige und andauernde Regenfällwenn die über den hereinziehenden Wolken i

das ist oder war Wasser auf die Mühlen der Müller an der Strunde. Der Kalkstein dicht unter der Ackerkrume, unter dem Waldboden läßt die Niederschläge schnell ins Tal und in die Strundequelle fließen.So kam es, dass der Bach schon wenige Hundert Meter nach der Quelle die erste Mühle antrieb: die Maltesermühle. Bald folgten weitere, bis zu 40 auf den knapp 25 km bis Mülheim am Rhein, wo die letzten bekannt sind.

Die wenigsten Mühlräder trieben tatsächlich ‡Mühlen— für Getreide an. Es gab Walkmühlen zum Walken von Stoffen und Leder, man zerkleinerte Lumpen zu Hadern für die Papierschöpferei, man mahlte die Rohstoffe für Schießpulver, tropische Gewürze, Farbhölzer und Gips, man preßte Öl und polierte Schwerter und Harnische.

tteaEntwicklung des oberschlächtigen Wasserrades mit höherer Leistung stieg die Zahl der Wasserräder stark an; das war nach 1200. Um 1410 ist in Gladbach eine Bruderschaft der Messerschleifer bekannt. Erst mit der Erfindung der Dampfmaschine war die

Zum Namen der Strunde: 1 Version: Er könnte herkommen vom lateinischen ‡construere—, bauen; das wäre ein Hinweis auf den wassertechnischen Ausbau des träge durch Sümpfe fließenden Baches. 2.. Version: Es könnte kommen vom ahd. Wort ‡stru— = anschwellen und wäre ein Hinweis auf die nach Regen stark anschwellende Durchflußmenge.

3. Version: Es könnte irgendwo (Standort Burg Zweiffel?) der Rest eines Burgturmes, einer ‡Motto— gestanden haben, ein Turm-Stumpf, ein ‡strunc— (siehe ‡Kappesstrunk—, noch heute gebräuchlich).

Gebäude der Igeler Mühle, die im 19. Jahrhundert von Zanders erworben wurde. Auf dem zugehörigen Igeler Hof auf der Höhe wohnt die Familie noch heute. Dort fühlte sich der Kölner Komponist Max Bruch (1838 œ 1920) wie zu Hause und hat dort auch wohl komponiert.

Übrigens, das Bachtal von der Mühle entlang der Straße auf die Höhe ist im zeitigen Frühjahr bedeutender Standort der Grünen Nieswurz (Hellèborus viridis).

Text unter Verwendung von Schriften von Heinz Dick, Odenthal und Hans Leonhard Brenner, Bergisch Gladbach von HPS.

Fotos: HPS; Repros aus einschl. Literatur

Exkursion 4: Geschichte, Heimatkunde

Bensberg und der Absolutismus

Führung: Max Morsches, Vorsitzender Berg. Geschichtsverein

Burg -Schloß œ Lazarett œ Kadettenschule -Prunkhotel

Bensberg wurde schon im Mittelalter einer Burg für würdig befunden. Das lag sicherlich an der geeigneten Lage auf einem steil ansteigenden Bergzug über der Kölner Bucht. Um 700 soll ein königlicher Hof bestanden haben. 957 ist eine Befestigungsanlage ‡castrum banni— erwähnt. Nach 1100 wird das alte Schloß œ eher eine typische Höhenburg mit Wehrgang, Pallas und Bergfried œ von den Grafen von Berg errichtet und nach der Zerstörung in der Schlacht von Bensberg 1406 unter (nun schon) Herzog Adolf VII. wieder aufgebaut. Einer seiner Nachfolger, Wilhelm IV., bestimmte sie im 16. Jhd. zu seiner Residenz. Danach wurde sie Witwensitz. Seit Mitte des 19. Jhd.

diente das alte Gemäuer als
Krankenhaus, bis der Architekt
Gottfried Böhm in der sechziger

Jahren des vorigen Jhd. Reste in einer eigenwilligen Synthese von alt und Jung in das Rathaus integrierte.

Die Herrscher des Absolutismus wollten nicht wie ihre Vorfahren in kaltkargen Ritterburgen hausen. Sie ließen sich Schlösser bauen, so auch

Kürfürst Johann Wilhelm II. von Jülich und Berg, genannt ‡Jan Wellem— der in Düsseldorf residierte.

Man erzählt sich, er habe sich vorsorglich ein Schloß bauen lassen, weil ein anderer Kurfürst, der Brandenburger Friedrich III., 1701

‡König in Preußen— geworden sei.

Das ist eines der vielen Histörchen, die sich um die Figur Jan Wellem ranken. Das Bensberger Schloß ist kein Regierungssitz, auch zum Repräsentieren ist es trotz seiner riesigen Ausmaße nicht geeignet. Es war konzipiert als ein (so würden wir heute sagen) überdimensioniertes

‡Wochenendhaus für ein kinderloses Ehepaar—. Es war ein Jagdschloß mit vielen Gästezimmern für die Gäste, die zur Jagd im überaus wildreichen Königsforst anreisten.

Jan Wellem war in zweiter Ehe verheiratet mit Anna Maria Louisa di Medici, Tochter von Cosimo III. Diese in Florenz aufgewachsene Frau hatte nicht nur Geld, sie hatte auch Kunstverstand und Beziehungen zu den besten Künstlern ihrer Zeit. Als Architekt holte man den Venezianer Albert Matteo (1648 œ 1735), der 1695 in die Dienste des Kurfürsten trat, später in den Grafenstand erhoben und zum Generalsuperintendenten des Bauwesens im Herzogtum ernannt wurde. Außer Schloß Bensberg war er für viele andere Bauten zuständig, z.B. für die Kirche St. Ursula in Köln.

Johann Wilhelm II. (1679 œ 1716)

Zur künstlerischen Ausgestaltung des Hauses wurden Künstler aus Italien, Frankreich und Holland geholt, so Antonio Pellegrini und der auf Jagdszenenmaler Jan Weenix.

Die Innenaustattung des Schlosses war noch nicht vollendet, da starb der Bauherr. Die Nachfolger hatten wenig Interesse; sie ließen die wichtigsten Kunstwerke wegschaffen, nach Düsseldorf, Mannheim und München. Maria Louisa kehrte in ihre Heimat zurück. 1737 sorgte sie beim sog.

‡Pakt der Familie—, der in Wien abgehalten wurde, dafür, dass die Kunstschätze der Medici für alle Ewigkeit der Stadt Florenz gehören und von dieser jedermann zugänglich gemacht werden sollten. So blieben die Sammlungen beisammen; in Wien lauerte nämlich eine entfernte Cousine auf`s Erbe: Maria Theresia.

Was geschah mit dem Schloß, das nie seinem zugedachten Zweck gedient hat?

Im Siebenjährigen Krieg war es Kaserne, in den napoleonischen Kriegen Lazarett für die Österreicher (1793 œ 1795) und die Franzosen (1813). Krankheiten rafften um die 7.000 Menschen dahin, die unterhalb des Schloßberges in der Hardt beerdigt wurden. Zwei Denkmäler erinnern daran und sollen zum Nach-Denken anregen; bisher erfolglos.

Preußens bauten rigoros um für eine Kadettenanstalt (1840 œ 1918). Was im preußischen Staate und Militär Rang und Namen hatte, war in Bensberg gewesen. Nach WK I. kamen wieder Soldaten, danach Asylanten. Und 1934 kamen die Faschisten und richteten eine NAPOLA ein, also wieder eine Art Kadettenschule für Nazi-Söhne. Immerhin hatte ein umsichtiger Architekt einige der Bausünden der Preußenzeit rückgängig gemacht. Nach WK II. wieder Kaserne, dann belgisches Gymnasium mit Internat für Kinder der flämisch sprechenden Nato-Truppen aus Belgien. Um 1990 kamen wieder Asylanten. Dann kam die große Wende: Eine Versicherung kaufte dem Land NRW das Anwesen für einen Anerkennungspreis ab und investierte viele Millionen zum 5-Sterne-Hotel.

Und immer noch bleiben die Menschen draußen vor, die Bau und viele Renovierungen bezahlt haben.

Was wäre noch zu bemerken zu diesem zu Stein gewordenen Sinnbild absolutistischer Macht,

hoch über den Niederungen der Menschen erbaut? Im Museum wird derer gedacht, die in vielerlei Berufen am Werk gearbeitet haben und derer, die die Arbeit organisiert haben. Bensberg hatte damals ein paar Dutzend Einwohner; es gabe keine Eisenbahn, keine feste Straßen, keine Hotels, keine Herbergen. Und dennoch mußten Hunderte Menschen versorgt werden, mußten riesige Mengen Baumaterial herangeschafft, zubereitet und eingebaut werden.

Dazu waren Handwerker und Hilfskräfte aus Dutzenden Berufen nötig, auch jene, die diese versorgten. Das Modell im Museum gibt Einblick,

z.B. in die Kunst der Zimmerleute, die an den Turmhelmen tätig waren.

Das alles in knapp einem Jahrzehnt, bis dieses gigantische Bauwerk entstanden war

Und alles ohne Handy und Fax! Toll!

Text und Fotos: HPS

Exkursion 5: Heimatkunde

Bauernweiler œ Bergarbeitersiedlung œ Idylle: Kaltenbroich

Führung: Hans Peter Schmitz

Einen Kilometer unterhalb vom Naturfreundehaus Hardt liegt Kaltenbroich. Wenn die Fernsicht ausreichend ist, spazieren wir über die An-höhe ‡Hülsenfeld— dorthin, die uns einen Blick bis weit in die Eifel und in die niederrheinische Bucht gestattet.

Seit 1585 aktenkundig

Erwähnung fand der Flecken Kaltenbroich bereits 1558 im Hofgerichtsbuch des Gladbacher Hofgerichtes. Die Endung ‡-broich— deutet auf die Gründung œ zumindest aber Namensgebung œ im 15. Oder

16. Jahrhundert hin. Das ‡-i-‡ wird übrigens nicht gesprochen; es verlängert als Dehnungs-i das ‡-o-‡.

Um 1760 sind im Hebbuch des Botenamtes Gladbach 8 Güter (Höfe) ausgewiesen, die auf der dem Süden zugewandten Talseite klagen.

Im Urkataster von 1830 sind 11 Anwesen verzeichnet, zu denen zwischen 4 und 6 Morgen Land gehörten. Nur das Gut auf der östlichen Berghöhe hatte 22 Morgen. Dieser Bauer soll auch als einziger ein Pferd besessen haben. Jeder Hof umfaßte Gemüse-und Obstgarten, Acker, Wiesen und Holz-bzw. Buschland für Brennholz.

Dieses Haus stammt noch aus dieser Zeit. Mehrere Häuser wurden in den letzten Jahrzehnten durch Um-und Anbau und durch ortsfremde Verkleidungen zwar dem gestiegenen Wohnbedürfnis angepaßt, stören aber das Erscheinungsbild des Ortes sehr. Die Stadt hat es versäumt, eine Satzung zu erlassen, die die schlimmsten Auswüchse verhindert hätte, ohne die berechtigten Wünsche der Bewohner zu schmälern.

Wandel zur Arbeitersiedlung

Die Erträge der Hofschaften reichten wohl kaum für die damals großen Familien. So kam der nach 1800 aufblühende Bergbau gelegen, besonders die 1850 eröffnete Grube Blücher (heute NF-Haus Hardt) und die vielen Nachbargruben im Bereich des Höhenrückens Hardt.

Kaltenbroich wuchs. Es kamen Häuser hinzu, wie sie vielleicht noch heute an der Ruhr anzutreffen sind, typische Bergarbeiterhäuser: unverputzte Ziegelbauten, eineinhalb-bis zweigeschossig und meist Traufständig. Hinter dem Haus war neben Abort und Waschküche der Stall für die ‡Bergmanns Kuh—, die Ziege; hier dürften mehr Schafe als Ziegen gehalten worden sein.

Das Einkommen der Bergleute reichte nicht für den Lebensunterhalt der vielköpfigen Familien, weshalb immer auch Landwirtschaft betrieben wurde.

Neben dem Bergbau waren es die Papierfabriken, die nahe Zinkhütte, ein Schamottewerk und die im Strundetal gelegene Rheinische Wollspinnerei, in denen es Fabrikarbeit gab.

Allerlei Besonderheiten

Kaltenbroich ist sicherlich einer der kleinsten Wohnplätze in Bergisch Gladbach, aber es gibt vieles daraus zu berichten, was von Interesse ist. Dr. Günter Schlieker, als ehemaliger Amtstierarzt des Rhein.-Berg. Kreises, Heimatforscher aus Passion, hat schon vor 20 Jahren über Kaltenbroich geforscht. Ich beziehe mich in we-sentlichen Teilen auf seine Veröffentlichung in Band 1982 des Rheinisch-Bergischen Kalenders.

Besonders das auf der vorigen Seite abgebildete Haus ist um 1980 vom Amt für Rheinische Landeskunde untersucht worden. Die Baugeschichte, die Schichtung der Feldsteine für das Kellergeschoß, die Lage der Balken, die Treppen, die Höhen von Zimmer und Türstöcken œ alles wurde vermessen, dokumentiert und fotografiert.

Das Obergeschoß hat eine Höhe von 2,30 m, der Türstock maß aber nur 1,75 m; als dann ein Fremder einheiratete, der das ortsübliche Längenmaß erheblich übertraf, mußte der Türstock auf 2 m angehoben werden. Probleme mit der Neuzeit.

Die über 300 Jahre alten Eichenbalken sind so hart, dass man keinen Nagel einschlagen kann. Im Keller gibt es zwei etwa 4 x 2,80 großen Räume, die über Gewölbegänge mit-einander und mit der Steintreppe verbunden sind. Gänge und Räume sind mit ungleichmäßig behauenen Grauwackesteine ausgelegt, die sich auch heute noch als ‡wetterkundig— erweisen. Wenn Regen zu erwarten ist, schwitzen die Steine, d.h. sie werden naß. Dann heißt es im Hause:

‡Et jit Rään, di Stehen sin als fööcht.— In der Ortsmitte steht ein Wegekreuz aus dem Jahre 1845. Hier läßt sich ablesen, dass eigentlich schon alles da gewesen ist: Die neue Errungenschaft emanzipierter Frauen, auch nach der Heirat ihren Familiennamen beibehalten zu können, war 1845 kein Problem. Das Kreuz erinnert an

‡Johann Odenthal und Anna Elisabeth Becker Eheleute zu Kaltenbroich—.

Die Moderne hielt Einzug

Am Rande der Siedlung findet man heute noch einen ‡Pütz—, also eine Wasserstelle. Dort tritt Quellwasser aus, das in einem großen, gemauerten Becken gefaßt wurde. Hier war die zentrale Wasserversorgung des Ortes. Hier wurde gewaschen, auf der Wiese neben an œ heute Parkplatz œ gebleicht und der neueste Dorfklatsch ausgetauscht. Eine Wasserleitung gab es erst 1954.

Aber wo blieb das Abwasser? Lief das in Klärgruben oder einfach in die

‡Soot—? Die Abortgruben mußten bei Regenwetter ausgetragen werden, es wurde œ so hieß das œ ‡jeaddelt—. Heute ist auch das Vergangenheit, denn kurz vor der Jahrtausendwende war der Kanalanschluß geschafft; das war 1994.

Text und Fotos: HPS

Exkursion 6: Forstkunde, Heimatkunde Vom königlichen Jagdrevier zum Erholungswald und Naturschutgebiet Führung: Forstdirektor Alfons Lückerath, Leiter des Staatl. Forstamtes

Der große Wildreichtum veranlaßte ... und heute

Der Königsforst einst ...

Was wären die den Wald liebenden Kölner, was die Menschen aus den Nachbargemeinden ohne ‡ihren—

Königsforst? Schon im Jahre 1939 sang der Kölner Karnevals-Lieder-macher Karl Berbuer ‡Dann gom‘mer nom Königsfors met Kind un Kegel ...—

und ließ in der 3. Strophe zu den Worten ‡... un wenn d‘r Düwel op Stelze kütt ...— Kanonen/Donnergrol-len hören, denn der 2. Weltkrieg stand kurz bevor. Berbuer drückte die Sehnsucht der Städter nach Ruhe und Erholung im Walde œ auf kölsch: Em Bösch œ aus.

Der Königsforst hat eine lange Geschichte. Seinen Namen hat er von den fränkischen Königen. Erstmals erwähnt wurde er in einer Urkunde von 958, in der Kaiser Otto I. das Waldgebiet seinem Bruder, dem Kölner Erzbischof Bruno schenkte œ erster Fall von Kölschem Klüngel? Später waren die Kölner Abteien Deutz und St. Pantaleon Eigentümer. Das Jagdrecht hatten die Landesherren, also die Grafen -ab 1380 Herzöge -von Berg.

Johann Wilhelm II., Herzog von Berg und Jülich, zu Beginn des 18. Jhd. das Schloß in Bensberg zu bauen. Im Zuge der Säkularisierung fiel der Königsforst 1803 an den preußischen

Staat und in seiner Rechtsnachfolge an das Land Nordrhein-Westfalen.

Der Wildreichtum muß ungeheuer gewesen sein; im Jahre 1780 wurden nach einer Überlieferung 4.000 Hirsche geschossen. Zwar war das

Waldareal damals weit größer als heute, aber dennoch fand das Wild nicht genügend Nahrung im Wald und verwüstete die Felder der ohnehin bitterarmen Bevölkerung.

Raubbau, Wildfraß und Vernachlässigung der ökologischen Erfordernisse schadeten dem Wald sehr. Erst mit den Preußen gelang es, eine konstruktive und nachhaltige Waldwirtschaft einzuführen. Allerdings œ der Erholungsgedanke war noch nicht in den Köpfen der Förster und Waldbauern; es ging zuförderst um schnell wirtschaftlich verwertbare Bäume, denn der Bedarf war groß (Bergbau, Eisenbahnschwellen).

Schon bald nach dem zweiten Weltkrieg, als die schlimmste Not vorüber war und die Menschen an die Zukunft denken konnten, änderte sich

die Bedeutung des Königsforstes, aber auch so nach und nach die Einstellung der Förster. In den 60er Jahren haben wir manch harte Diskussion mit dem damaligen Leiter des Forstamtes Stonus gehabt. Im Jahre 1964 haben der Landesverband der Naturfreunde und die OG Köln zusammen mit dem Kölner Stadt-Anzeiger die Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet gefordert, die aber erst Ende der 90er Jahre erfolgte.

Der Königsforst ist von einem dichten Siedlungsring mit über 1,2 Mio Einwohnern umgeben. Ihnen bietet der Wald die Möglichkeit zur ruhigen und auch zur aktiven Erholung. Darüber hinaus hat er Bedeutung für die Grundwasserbildung und damit für die Trinkwasserversorgung, für das Klima der Region, für die Luft (Sauerstoffproduktion, Staubbindung) und für die Vielfalt der natürlichen Lebensgemeinschaften, alles Funktionen, die direkt den Menschen zugute kommen. Aber auch wenn diese sozialen Funktionen anerkannt sind, so muß dennoch die Pflege der Bestände mittels Durchforstung und die Entnahme schlagreifer Bäume erfolgen.

Der 3000 ha große

An dieser Stelle ist die gute Königsforst gehört zum

Gelegenheit, größeren Teil zum Rhein.-

Fachausdrücke, die immer Berg. Kreis, zum kleineren

falsch verwendet werden, zur Stadt Köln. Er wird

zu erläutern: leider von mehreren wichtigen Straßen durch-

Der oder das Biotop:

zogen, die sowohl den

Darunter versteht man die ökologischen als auch den

toten Bestandteile eines Erholungswert schmälern.

Lebensraumes, also der Erreicht werden kann der

Boden (Sand, Fels, Lehm), Königsforst mit Vorort-

Wasser und Luft. Es ist bahnlinien der Kölner

also der Lebens-raum Verkehrsbetriebe und über

einer Lebensge-Buslinien des VRS. Aus

meinschaft. allen Richtungen führen Straßen zu Parkplätzen.

Die Biozönose ist die Ein dichtes Netz von Wanderwegen ist andere Möglichkeiten der aktiven Lebensgemeinschaft. Zu ihr gehören ausgezeichnet; von den Parkplätzen Freizeitgestaltung fehlen nicht. neben Pflanzen und Tieren jeglicher aus führen Rundwanderwege wieder Art auch ‡niedere— Organismen wie zum eigenen Transportmittel zurück. So ist also ein Wandertag im Bakterien. Sowohl im Walde als auch in den Königsforst eigentlich nur zu Randzonen gibt es genügend empfehlen œ Abschluß bei Kaffee und Beide zusammen œ Biotop und Einkehrmöglichkeiten. An mehreren Kuchen im nahen Naturfreundehaus Biozönose œ ergeben ein Ökosystem, Stellen hat die Forstverwaltung Hardt eingeschlossen. eine natürliche Einheit aus lebenden Schutzhütten aufgestellt; Grillplätze, Eine kleine Fachkunde und nicht lebenden Bestandteilen, die Wassertretbecken (siehe Bild) und weitgehend voneinander abhängig

sind.

NRW œ ein Waldland?

Nordrhein-Westfalen gilt als Industrieland. Das ist bestenfalls die halbe Je vielfältiger ein Ökosystem ist, umso Wahrheit, denn mehr als ein Viertel der Landesfläche ist Wald! stabiler ist es gegen Störungen. Besonders für Industrieregionen, in denen trotz aller Fortschritte die Luftbelastung groß ist œ alleine schon durch den stärkeren Verkehr -, sind Die Ökologie ist die Wissenschaft, die große, zusammenhängende Waldflächen von Bedeutung. Nur œ leider sind sich mit den Verhältnissen zwischen diese genau dort, wo die Industrie und folglich der Verkehr eben nicht so den lebenden und nicht lebenden belastend sind. Bestandteilen, über ihre

Für die Bewirtschaftung der Forsten sowohl nach ökonomischen wie nach Abhängigkeiten und Entwicklungen

befaßt.

ökologischen Gesichtpunkten œ und ökonomisch vernünftig und vertretbar ist nur, was ökologisch richig ist! œ sind die Forstbehörden zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Sicherung der Waldfunktion

  • Betreuung des Privat-u. Körperschaftswaldes Text und Foto: HPS

  • Verwaltung, Bewirtschaftung und Pflege des Staatswaldes

  • Landschaftspflege und Biotopschutz im Walde

  • Aus-und Fortbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit

Exkursion 7: Geschichte, Heimatkunde

Die Hardt am Rande der napoleonischen Kriege

Führung: Dr. Ferdinand Peter Moog, Bergischer Geschichtsverein

Ist das nicht ein wenig großspurig? Wo in der Hardt noch nicht mal richtige Schlachten stattgefunden haben? Ich denke nicht. Die Kriege um 1800 haben alleine in Bensberg zwischen 7 und 8.000 Menschen das Leben gekostet œ auch ohne Schlachten! Da ist jeder Titel berechtigt, der diese unmenschlichen Vorkommnisse in Verbindung bringt mit dem Kriege, der sie verursacht hat.

Das große, ungenutzt stehende Schloß Bensberg bot sich geradezu an, dort Unterkünfte für kranke und verwundete Soldaten einzurichten. Ein Wald, um die Masse der toten Körper verscharren zu können, lag in der Nähe, sandig und leicht aufzuschaufeln.

Doch was war geschehen?

Am 14. Juli 1789 erstürmten Aufständige das Gefängnis von Paris. Das notleidende Volk war aufgestanden gegen die Willkür und die Prunksucht, gegen Verschwendung und Günstlingswirtschaft ihres Souveräns Ludwig XVI. Die

Französiche Revolution— nahm ihren Anfang und ihre Losung

Liberté œ Êgalité œ Fraternité—

verbreitete sich in Europa. Einerseits, um ihrem bedrängten Berufskollegen ‡König— zur Hilfe zu kommen, andererseits, um das

‡Gift— der freiheitlichen Ideen von ihren Ländern fernzuhalten, schlossen sich europäische Monarchien œ darunter England, Preußen, Österreich, Italien œ zusammen und führten gegen Frankreich den 1. Koalitionskrieg (1793 œ 1797). Schon im 1. Kriegsjahr wurde in Bensberg das kk. Hauptarmeespital eingerichtet, wozu die ohnehin arme Bevölkerung Sachleistungen erbringen sowie Hand-und Spanndienste leisten mußte.

Mehr als 3.000 Menschen, Österreicher und für deren Kaiser Kämpfende, starben dort an Typhus und Ruhr. Sie wurden in der Hardt beerdigt. 1854 œ also nach 50 Jahren œ wurde ein von Dombaumeister Schmidt entworfenes Denkmal eingeweiht.

Napoleon brachte für das Land

gewiß vieles an positiven Ände

rungen, aber er konnte das Er

obern nicht lassen. Nach Feld

zügen in Italien und Ägypten bis nach Syrien, aber auch in Zentraleuropa œ Stichworte, an die man sich erinnert:

Friede von Campo Formio
1797, Schlacht bei den
Pyramiden gegen die

Mameluken 1798, Seesieg der Engländer bei Abukir 1799, Landsieg Napoleons dortselbst, Friede von Luneville 1801 œ kam es zum Krieg gegen Preußen mit der Schlacht

bei Jena und Auerstedt 1806 und gegen Österreich 1809, wo die Franzosen Niederlagen erlitten. Zum Ausgleich heiratet Napoleon die Tochter des öster-reichischen Kaisers. (Vielleicht sollte sie ihn zähmen.)

Dann sticht ihn der Hafer; 1812 will er Rußland erobern. Wie es ausging, ist bekannt. Und in Bensberg kam es im Schloß-Lazarett wieder zu mehr als 3.000 Toten.

Aus dem Herzogtum Berg wird

Was geht im vor Kopfe eines Herrschers, eines erfolgverwöhnten Feldherren? Wir wissen es nicht und können uns nur daran orientieren, was er aufgeschrieben oder was uns Leute aus seiner Umgebung hinterlassen haben. Wenn dann jemand die Hinterlassenschaft ordnet und kommentiert, kann man sich ein verläßliches Bild machen.

Im Falle Napoleon hat dies der Franzose Charles Schmidt getan, der sein Buch ‡Großherzogtum Berg in den Jahren 1806 bis 1813— 1905 in Paris veröffentlichte. Es erschien in deutscher Übersetzung als Band XXVII der Reihe BERGISCHE FORSCHUNGEN im Auftrage des Bergischen Geschichtsvereins (Neustatt/Aisch 1999)

Das Buch ist jedem zu empfehlen, der etwas über die Geschichte der Heimat in einer Zeit voller Wirren und vor der Neuordnung Europas durch den Wiener Kongreß erfahren will; er lernt gleichfalls die Beweggründe für Napoleons Handeln kennen.

Stabiler Frieden durch Krieg?

Man könnte es so verstehen. Napoleon schwebte eine Neuordnung in Europa vor œ natürlich unter dem Primat Frankreichs. Wichtig waren für ihn schwer zu überwindende Grenzen,

z.B. die Rheinlinie im Osten seines Landes. Ein Pufferstaat zwischen den stärksten Mächten œ Frankreich einerseits und Preußen/Österreich andererseits œ sollten den Frieden sichern. Ruhe an der Ostgrenze hätten ihm freie Hand gegeben im Kampf um die wirtschaftliche Vormachtstellung gegen England.

Der Pufferstatt sollte die Herzogtümer Berg (zu Bayern gehörend) und Cleve umfassen; Cleve sollte Preußen im Tausch gegen Hannover ab-treten. Das Staatsoberhaupt sollte von deutscher Seite benannt werden. Der Preußenkönig Friedrich-Wilhelm III. zögerte, dem zuzustimmen. Nach der Schlacht bei Austerlitz 1805 (‡Drei-Kaiser-Schlacht—) konnte Napoleon seine Pläne verwirklichen, setzte aber einen Regenten nach seinem Geschmack ein, seinen Schwager Joachim Murat (1806), auch auf Wunsch seiner ehrgeizigen Schwester, der Madame Murat.

Gleichzeitig erhob er das nun vergrößerte Herzogtum zum Großherzogtum. Als Gegenleistung für die Unterstützung durch Bayern durfte sich der dortige Herrscher fortan

‡König— nennen (lassen); es war dies Max Josef.(Also verdanken unsere süddeutschen Brüder und Schwestern ihre Würde Napoleon und unseren bergischen Vorfahren; dies in Klammern gesetzt und nicht so ganz ernst zu nehmen!)

Es ist sicher nicht falsch zu sagen, dass zwar Murat Großherzog war, geherrscht hat aber Napoleon. Der neue Staat hatte einiges zu bieten: die fruchtbare Rheinebene, die starke, frühindustrielle Stadt Mülheim am Rhein (seit 1914 Köln-Mülheim), die Regierungsstadt Düsseldorf, das Wuppertal mit seiner Textilindustrie, die Stahlwarenproduktion von Remscheid und Solingen in unzähligen Hammerwerken und Schleifkotten des Wuppertales und der Nebenflüsse.

1808 wird Murat König von Sizilien (wo er ohnehin residierte) und Napoleon übrenimmt nun auch die Würde des Großherzogs.

Von der Modernisierung der verwaltung durch Napoleon ist so manches bis heute geblieben, viele erstmals gewährte Bürgerrechte gingen aber mit dem nach 1815 errichteten Polizeistaat wieder verloren; die Revolutionen der 1830er Jahre und von 1848 waren vorbestimmt.

Text: HPS

Exkursion 8: Kultur und Heimatkunde

Der Dom zu Altenberg œ

einst Zisterzienserkloster, heute Simultankirche

Dom oder Nicht-Dom?

Natürlich ist dieser ‡Dom— kein richtiger Dom, wenn man es so sieht, wie es die katholische Kirche tut: Ein Dom ist die Hauptkirche eines Bischofs. Aber das Altenberger Bauwerk, Kirche eines Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert, ist so gewaltig, dass sich der Begriff ‡Dom— direkt aufdrängt; Montanus soll ihn geprägt haben. Das Kleinod (ein seltsamer Ausdruck für ein solches Werk!) hochgotischer Baukunst steht kaum 30 Kilometer östlich von Köln im wunderschönen Tal der Dhünn, kurz bevor der kleine Fluß aus dem engen Tal in die Ebene heraustritt.

Die Klostergründung

Mönche des Zisterzienserordens, der als Reformorden eh. Benediktiner des Klosters Citeaux bei Dijon im Jahre 1098 gegründet worden war und durch Bernhard von Clairveaux Bedeutung erlangt hatte, kamen 1133 ins Tal der Dhünn. Die Mönche bevorzugten stille, wasserreiche Täler, wo sie in Abgeschiedenheit und bei harter Arbeit ihrem Glauben zu dienen trachteten. Abt Berno kam mit 12 getreuen von Morimont an die Dhünn.

auf 250. Ab 1143 sind mehrere
Tochtergründungen im Osten
Deutschlands bekannt.

Zunächst bezogen sie die Burg der Grafen von Berg, die ihren Stammsitz verlassen und nach Burg an der Wupper übergesiedelt waren. Burg Berge lag auf dem Bülsberg etwas südlich des späteren Klosters. Der Graf Eberhard, Bruder des regierenden Grafen Adolf II. von Berg, war dem Orden 1124 in Morimont beigetreten, und auch Graf Eberhard tat dies an seinem Lebensende. Außerdem war ein anderer Bruder der Kölner Erzbischof Bruno II, der das Kloster reich mit Ländereien ausstattete. (Wir haben hier einen ersten Fall dessen, was man heute ‡kölscher Klüngel— nennt.)

Das Kloster Altenberg war sehr beliebt und die Zahl der Brüder stieg schnell Die Mönche müssen bald nach der Ankunft ihren Sitz ins Tal verlegt haben, denn schon 1145 wurde eine erste romanische Kirche geweiht, die bereits Mitte des 13. Jhdts. als verfallen bezeichnet wurde. Unter dem Dom hat man Baureste einer dreischiffigen Basilika von etwa 50 m Länge gefunden.

1259 œ das war elf Jahre

nach der Grundsteinlegung

des Kölner Domes -ließ Abt Giselher die Arbeiten an der neuen Kirche beginnen. 1275 war das Querhaus vollendet, danach ging es nur langsam voran. 1375 suchte Bischof Wicbold, aus seiner Diözese im polnischen Kulm vertrieben, Zuflucht in Altenberg. Er war sehr vermögend und finanzierte die Fertigstellung der Kirche. 1379 œ also trotz der Verzögerung nach ‡nur— 120 Jahren war der Bau vollendet.

Niedergang und Privatisierung

Das Kloster überstand schwierige und kriegerische Zeiten über 600 Jahre. Mit dem Reichsdeputationshauptschluß von 1803 kam das Ende. Der Verlust der linksrheinischen Besitzungen durch die napoleonische Besetzung ab 1792 und die Mißwirtschaft des letzten Abtes trugen dazu bei.

Der Kölner Kaufmann Pleunissen kaufte das ‡Anwesen—. Erbfälle und Verkäufe führten zu häufigem Besitzerwechsel. In den Dormitorien wurde eine chemische Fabrik zur Herstellung von ‡Berliner Blau— eingerichtet, die in der Nacht vom 6. zum 7. November 1815 ausbrannte. Die Bauten aus dem Mittelalter wurden zerstört, die Kirche in Mitleidenschaft gezogen. Zwischen 1820 und 1830 verfiel die Kirche immer mehr. Ein Orkan riß 1833 das Notdach ab; das Innere war nun schutzlos der Witterung ausgesetzt.

Der Wiederaufbau

Franz-Egon von Fürstenberg-Stammheim (Kölner Vorort Stammheim!) kaufte die Ruine 1834 und bot sie dem Staate Preußen zur Rekonstruktion an. Namhafte Fachleute œ darunter Karl Friedrich Schinkel œ erstellten Gutachten. Der preußische König Friedrich Wilhelm

III. gab beachtliche Geldmittel für ein finanziell kaum abzuschätzendes Vorhaben unter der Bedingung, dass die Kirche nach der Rekonstruktion beiden Konfessionen dienen solle; Preußens waren evangelisch.

Und so ist der Dom, 1847 wieder geweiht, seit 1859 Simultankirche für die beiden großen christlichen Konfessionen. Und siehe da: Es klappt mit der Zusammenarbeit.

Seit 1894 sorgt sich der Altenberger Dom-Verein e.V. um das Wohl der Kirche, und natürlich der Eigentümer, das Land NRW, das seit Jahren und mit hohem Aufwand eine Grundsanierung betreibt. Der Verein wurde auf Betreiben der Gladbacher Fapierfabrikantin Maria Zanders gegründet. Noch heute hat er seinen Sitz und das Archiv in der eh. Stadtvilla der Familie Zanders an der Bergisch Gladbacher Hauptstrasse.

+++ Soweit ein kurzer Abriß der Geschichte. Heute ist Altenberg ein bedeutender Ausflugsort für das ganze Land geworden. Dazu trägt der schon 1931 gegründete und den Gebrüdern Grimm gewidmete

‡Märchenwald—, ebenso bei wie die vielfältige Gastronomie, die katholischen Einrichtungen (‡Haus Altenberg—) und die schöne, intakte Landschaft.

+++

Auf die Bedeutung von Architektur und Inneneinrichtungen in künstlerischer wie liturgischer Hinsicht kann ich nicht eingehen; dazu fehlen mir die Kenntnisse. Die Führung wird über vieles aufklären. Außerdem gibt es hinreichend Literatur. Hier soll lediglich eine (unvollständige) Aufzählung der Sehenswürdigkeiten folgen:

  • das große Westfenster

  • die Verkündigungsgruppe

  • Grabmäler der Grafen von Berg

  • Bodengrabplatten

  • Maria im Strahlenkranz

  • der hl. Christopherus

  • Gegenstände aus dem Barock

  • die Markuskapelle

  • die Pforte nach Norden

  • der Küchenhof

  • Reste der ma. Ummauerung (einst 1.500 m lang)

Die Umgebung

Wunderschön und Ziel vieler Wanderer ist das Dhünntal oberhalb von Altenberg, das den Namen

‡Helenental— trägt. Man kann leicht hinaufwandern bis zur großen Staumauer der Dhünntalsperre (Trinkwasser). Noch romantischer ist das Eifgental; die Eifgen mündet kurz vor Altenberg in die Dhünn. In beiden Tälern sind Relikte früherer Mühlen zu finden.

Unterhalb Altenberg wandert man bis zur Burg Strauweiler entlang des Flüßchens durch Buchenwälder, die im zeitigen Frühjahr vor dem Laubaustrieb der Bäume Buschwindröschen, Scharbockskraut und Veilchen in dichten Beständen aufweisen.

Altenberg gehört zur Gemeinde Odenthal., einem sehenswerten Ort mit erhaltenem Dorfkern an der Kirche. Odenthal wurde berüchtigt durch die vielen Hexenverbrennungen; es hieß ‡Ze Onder broden se de Hexe wie Honder.— (Hexenbrunnen!)

Text und Foto: HPS Reproduktion: Titelbild des Bandes ‡Altenberg im 19. Jahrhundert—, Berg. Gladbach 1977

Exkursion 9: Grube Weiß

Von der Schwermetallgrube zum Naturschutzgebiet Führung: Dipl. Biol. Carsten Mai

Der Kultur-und Erlebnispfad Grube Weiß ein ‡Erbe des Erzes—.

Ziel der naturkundlichen Führung ist das europäische Schutzgebiet Grube Weiß (FFH Gebiet) in Bergisch Gladbach-Moitzfeld. Auf die ehemalige Nutzung als Blei-und Zinkgrube weisen heute noch die Haldenbereiche und Schlämmteiche hin. Heute ist das 14 ha große Areal besonders als Lebensraum für die seltene Gelbbauchunke bedeutsam.

In 2003 eröffneten der Förderverein des Bergbaumuseums und die Stadt Bergisch Gladbach den Kultur-und Erlebnispfad in der Grube Weiß, der die Besucher zu den Themen Bergbau, Artenschutz und Landschaftspflege informiert. Diese und andere Aspekte wie Ökokonto, Private Public Partnership, Biotopmanagement und Lokale Agende 21 werden den Rahmen der Führung angesprochen.

Festes Schuhwerk ist erforderlich; die Strecke ist leider für Gehbehinderte nicht geeignet. Max. 25 Personen

Dipl.Biol. Carsten Mai

Die Vorgeschichte: Vom Bergbau über die Kernenergie zum Naturschutz

Nachdem im Jahre 1805 ein Verfahren zur Gewinnung des Metalles Zink aus Erzen entwickelt war, konnte man endlich das viele Zink-haltige Mineral verwenden, dass beim Schürfen nach Blei und Kupfer auf Halden gelegt worden war. Gleichzeitig hub ein Suchen nach weiteren Erzlagerstätten an, auch im Raume Bensberg. So wurde 1847 die Grube Weiß*) aufgefahren, die bis 1881 eine Teufe von 184 Meter erreicht hatte. Im Durchschnitt wurden 450 Personen beschäftigt. Nach dem ersten Weltkrieg fielen die Preise für Zink, die hiesigen Gruben und die Aufbereitung in der Heidkamper Zinkhütte waren nicht mehr rentabel. So wurde die Grube Weiß 1930 geschlossen. œ 1932 brach der Damm eines Klärteiches und richtete im Eschbachtal große Schäden an Vieh, Wiesen und Äckern an. Die Einrichtungen wurden teils abgerissen, teils als Wohnungen oder Werkstätten weiter verwendet. Zur Zeit der Kernenergie-Euphorie siedelte sich in der Nachbarschaft die Firma ‡Interatom— an, die u.a. die Planung für den ‡Schnellen Brüter— in Kalkar betrieb. Ende der 70er Jahre entdeckte der Duisburger Professor Dietrich Putzer die Bedeutung der früheren Klärteiche als Habitat für die Gelbbauchunke. Fortan bemühten sich die Naturschutzorganisationen œ auch wir Naturfreunde œ darum, die schützenswerten Teile auch wirklich unter Schutz zu stellen. Aber Interatom gab die Flächen nicht frei; sie wurden für späteren Bedarf (Parkplätze!) vorgehalten. Zum Glück war der Grundstücksverwalter der Firma ein naturfreundlicher Mensch; er ließ im zeitigen Frühjahr tiefe Karrenfurchen in die aufgeweichten Wege fahren, damit die Unken Laichplätze hatten. So konnte das Areal überdauern, bis die Firma Interatom erlosch (ging schneller als bei der Zinkgrube). Danach wurde das Etikett ‡Naturschutz— wirklich verliehen.

Eines verbindet noch heute mit dem Bergbau: Nachfahren der früheren ‡Bergmannskuh—, der Ziege, sorgen heute als zwar meckernde, aber ansonsten gutmütige Mitarbeiter dafür, dass kein Buschwerk aufkommt.

HPS

*) benannt nach dem Mineralogen Christian Samuel Weiß (1780 œ 1856); er hat das mineralogische System anhand der äußeren Gestalt der Mineralien entwickelt.

M

Exkursion 10: Städtebau, Sozialgeschichte

Städtebauliche Probleme einer Mittelstadt in der Ballungsrandzone

Führung: Helene Hammelrath, stellvertr. Bürgermeisterin

e

In der Stadt Bergisch Gladbach sind die städtebaulich Wirtschaft, dass die zwischen den beiden Zentren typischen Probleme anzutreffen, die in einer Gladbach im Norden und Bensberg im Süden liegenden Ballungsrandzone infolge der vielfältigen Beziehungen Gewerbeflächen keine unmittelbare Anbindung an den zwischen Großstadt und Randgemeinden sowie deren Autobahnring haben, von dem die Stadt dreiseitig umgemeist ländlich strukturiertem Hinterland bestehen. Bergisch ben ist; immer müssen Wohn-und Geschäftsstraßen Gladbach grenzt an die Millionenstadt befahren werden. Seit vielen Köln und die große Industriestadt

Jahrzehnten diskutierte Lever-kusen und ist für deren Bürger

Entlastungstrassen würden entweals Wohnplatz-Ziel attraktiv. Dafür

der Erholungswälder durchschneigibt es zahlreiche Gründe: den oder sie lägen zu nahe an Wohnbereichen.

•Stadt im Grünen

Trotz in den letzten Jahren offenge

•gute Verkehrsanbindung lassener Gewerbeflächen mit Verkehrsanbindung zieht es ansied

  • hoher Freizeitwert

  • breites Schulangebot

lungswillige und expandierende Betriebe ‡auf die grüne Wiese—; es wird

Viele Bürger Bergisch Gladbachs immer wieder die Ausweisung neuer

pendeln zu ihren Arbeitsstätten in Gewerbeflächen in der freien Land

Köln oder Leverkusen, aber auch bis schaft verlangt.

Bonn und Düsseldorf. Gleicherweise sind die Kultureinrichtungen dieser Die im Gesetz enthaltene Bestim-

Städte œ besonders Köln œ schnell mung, dass für die Überbauung von

erreichbar. Auch das Hinterland Freiflächen in der Landschaft Aus

unserer Stadt wird als Wohnplatz gleichsabgaben zu zahlen sind, führt

mehr und mehr angenommen. immer wieder zu Landschaftszerstörung, ohne dass mit

Je mehr die Wohnplatz-Vorteile wahrder Abgabe neue Landschaft genommen werden, umso mehr

‡geschaffen— wer-den könnte.

schwinden sie durch dichtere Besiedlung und Infrastrukturmaßnahmen: Bei einer Rundfahrt sollen verschiedene Stellen im

  • Die Grünflächen werden bebaut. Stadtgebiet besucht werden, an denen die geschilderte

  • Die Verkehrswege sind überlastet. Problematik exemplarisch aufgezeigt werden kann. Dazu

  • Die Freizeiteinrichtungen sind überlaufen gehören Schwachstellen im öffentlichen

oder verschwinden (Naturflächen). Personennahverkehr und zahlreiche Versuche, dem zu begegnen und eine ehemals freie Fläche, die mit

So heben sich die Gründe für einen stärkeren Zuzug aus ‡Ausgleichsmaßnahmen-Bäumen— bestockt wurde. den Ballungsräume selbst auf.

Text: HPS

Text: Helene Hammelrath

Exkursion 11: Naturkunde, Ökologie

Wanderung der Umweltdetektive

Leitung: Solveig Schmitz

Der Natur auf der Spur

Das ist das Motto für Kinder beim Landestreffen an Haus Hardt, unter diesem Motto entdecken wir den Wald, lernen viele seiner Geheimnisse kennen. Und wir erkunden den Lerbach. Mit Lupen, Bestimmungsbüchern und mit (leeren, sauberen) Marmeladengläsern geht‘s los.

In den Gläsern wollen wir die kleinen, unscheinbaren Lebewesen beobachten, die für den Lebensraum Wald so wichtig sind. Wir werden Tausendfüßlern, Käferlarven und Spinnen begegnen. Wer ruft da ‡Iiiiihhh—?

Haben Tausendfüßler wirklich 1.000 Füße und wer putzt die vielen Schuhe? Wie viele Augen haben Spinnen? Was fressen die Tiere und von wem werden sie gefressen?

Eigene Beobachtungen und Spiele werden diese und andere Fragen beantworten.

Der Bach lebt!

Wir können selber entdecken, was auf den ersten Blick verborgen bleibt. Wir können sogar feststellen, wie sauber das Bachwasser ist, denn die Lebewesen brauchen bestimmte Wasserqualitäten.

Manches kann man nur entdecken, wenn man einen einfachen Stein umdreht, der am Bachboden liegt. Und was hat sich im Schlamm verkrochen?

Wer erkennt seinen Baum wieder?

Das Spiel ‡Baumbegegnung— macht bei jedem Ausflug großen Spaß. Die Mitspieler tun sich jeweils zu zweit zusammen. Ein Kind bindet dem anderen die Augen zu und führt es an einen Baum. Durch Tasten und Riechen muß sich das Kind mit der Augenbinde die Eigenarten des Baumes merken. Danach wird es auf den ersten Standplatz zurückgeführt. Nach Abnehmen der Binde soll es ‡seinen— Baum herausfinden und sagen, woran es ihn erkannt hat. Ich gebe Euch einen Tipp: Merkt Euch die Art der Rinde, fühlt den Abgang von Zweigen und ihre Größe, riecht an der Rinde!

Hat es Spaß gemacht und habt Ihr Euren Baum erkannt?

Text: Solveig Schmitz

Exkursion 12: Heimatkunde, Geschichte 2.000 Jahre Altstadt Köln oder: ‡Loor ens vun Düx noh Kölle!— Führung: Werner Frangenheim

Der Dom. Ja. Aber der Dom ist nicht alles. Der Dom ist nicht die Kölner Altstadt allein. Seit 1971 singt der Kölner Liedermacher Ludwig Sebus: ‡Loor ens vun Düx noh Kölle, vum Zauber beß de platt! Em Dunkele, em Helle, wie schön eß doch uns Stadt.—

Und wirklich, wenn man am rechten Rheinufer steht, zwischen Eisenbahn-und Deutzer Brücke, dann ist der Blick auf die Altstadt einzigartig. Das wußten die Stadtväter nach dem Kriege, als sie œ noch lag die Altstadt in Trümmer und nur der Dom stand in voller Größe über dem Trümmermeer œ die das Stadtbild prägenden Türme von Rathaus und Groß St. Martín (Betonung auf dem i !) schon bald aufbauen ließen; das Kirchenschiff entstand Jahrzehnte später.

Wenn wir uns satt gesehen haben, gehen wir über die Eisenbahnbrücke und stehen am linken Ufer sofort vor einem schrecklichen Denkmal; hier wird erinnert an die Tausende, die in der Herrscherzeit der faschistischen Verbrecherclique von hier aus abtransportiert wurden in die Gaskammern...

Dom, Römisch-Germanisches Museum mit dem Dyonisos-Mosaik œ die Geschichte seiner Entdeckung muß man sich erzählen lassen œ und die Römermauern in der Tiefgarage unter dem Domplatz, alles ist sehenswert. Gleich hinter dem Dom hat Konrad Ohm das Gesetz des elektrischen Widerstandes entdeckt; dort lebte im 17. Jhd. Graf Spee, der gegen den Hexenwahn anging.

Weiter ins Zentrum der Altstadt, zum Altermarkt: Denkmal des Jan von Werth, dessen Geschichte so lehrreich wie aberwitzig ist, denn hätte sie ihn erhört -dat Griet den Knäch Jan -, dann wäre er ja nicht in die Welt hinausgezogen und als General heimgekehrt; die Kölner Stadtchronik und die Karnevalisten wären um eine Geschichte ärmer.

Hoch an der Hauswand richtet der ‡Kallendresser— sein

‡Westend— nach Norden œ entweder Richtung Erzbischof oder Richtung Düsseldorf œ oder beides? Auf der anderen Seite dieses Hauses, auf einem ruhigen Plätzchen an Groß St. Martìn, steht das Denkmal von Tünnes und Schäl. Der Tünnes ist ja etwas daneben, aber der Schäl hat vermögens seines Breitwandblickes die Fähigkeit, hinter die Dinge zu schauen, und so antwortet er auf die Feststellung des Tünnes ‡Ech han jehüert, dä Minch es jot— auf simpel-philosophische Weise ‡Dä Minsch jo, ävver de Lück!— (die Leute). Gleich daneben steht die Schmitzsäule, die nicht unerwähnt bleiben soll (wegen desjenigen, der diese Zeilen schreibt!). Nicht weit entfernt ist das Haus des

‡Kölschen Hänneschen— mit dem Standbild vom Kölschen Willi (Millowitsch). Am Rhein hinter dem Stapelhaus erinnert ein Schild daran, dass in einem längst abgerissenen Haus Robert Blum geboren wurde (1807 œ 1848), Journalist und Revolutionär, Abgeordneter im Paulskirchen-Parlament 1848 und durch die österreichische Staatsgewalt ermordet.

Oberhalb des Altermarktes liegt der Rathausplatz mit der im Kriege erhaltenen Rathauslaube. Nahebei war im Mittelalter das jüdische Viertel. Das Kultbad, die ‡Mikwe—, ist erhalten. Westlich über die Straße im Innenhof steht ein einzigartiger Brunnen: der Frauenbrunnen, der an die Kölner Frauen von den Germaninnen bis zur Neuzeit erinnert.

Nach Süden gehend kommt man Richtung Gürzenich (Kölner Tanz-, Fest-und Klüngelhaus) an die Trümmerkirche St. Alban, ‡Gedenkstätte der Zerstörung und der Toten der Weltkriege— mit einer Kopie des

‡Trauernden Elternpaares— von Käthe Kollwitz. Das Original steht auf einem Soldatenfriedhof bei Diksmuide/Belgien. Im Gebäude der Kreissparkasse am Neumarkt gibt es ein sehenswertes Käthe-Kollwitz-Museum.

Werner wird Euch vieles zeigen; er ist Spezialist. Und wenn es nicht langt, kommt mal wieder! Ruft an!

Text HPS

Papier war zu Zeiten, wo es von Hand aus Bütten geschöpft wurde, ein wertvolles Gut. Genutzt wurde es damals für besonders wichtige Zwecke. Mit der Entwicklung zum Massengut kamen immer mehr Anwendungsgebiete hinzu. Nichts hat der Ausbreitung von Papier entgegengesetzt werden können, erst recht nicht der Computer, den man anfangs für den Totengräber des (Büro-)Papiers hielt. Das Gegenteil ist eingetreten.

Zur Zeit meiner Kindheit, also vor und nach dem 2. Weltkrieg, gab es in Gladbach vier Papierfabriken: die Firma ZANDERS in Stadtmitte, deren Lumpenkammer je nach Wetter entsetzlich stank, bestehend aus den ehemals eigenständigen Betrieben SCHNABELSMÜHLE und GOHRS-MÜHLE. Etwas westlich davon die Firma WEIG in der CEDERWALDMÜHLE, deren Areal seit langem zu Zanders gehört. In Gronau dicht hinter der Eisenbahn gab es die Firma POENSGEN in der KIEPPEMÜHLE (1670 œ 1966, seit 1958 im Besitz der Zellstofffabrik Waldhof) und noch weiter zur Stadtgrenze hin die Firma WACHENDORF. Der hohe Wasserbedarf der Fabriken wurde durch die Strunde gedeckt, aber je öfter das Wasser durch einen Betrieb geflossen war, um so schmutziger war es. Zanders und Weig konnten gutes Papier herstellen, für Poensgen langte es nur noch zu Packpapier und Wachendorf produzierte Pappe. Hätte das Wasser nicht so gestunken, wir Kinder hätten unser Papier sicherlich aus dem Bach schöpfen können.

Nun zu den Anfängen

Sehen wir einmal ins 16. Jhd. Köln œ pardon: Coeln war nach Leipzig und Frankfurt/Main die bedeutendste Druckerstadt in Deutschland, und das Dank der Dominikaner, zur Zeit der Gegenreformation fleißig Schriftliches produzierten. Das Papier kam damals aus Siegburg, wo das Kloster schon dem 15. Jhd. eine Papiermühle betrieb. Der Solinger Papiermacher Soeter besaß die erste Papiermühle im Herzogtum Berg.

Der Coelner Kaufmann PHILIPP VON FÜRTH -er stammte vom Niederrhein und war protestantisch-reformierten Glaubens œ kaufte im Juni 1582 das NABBENSEIFER GUT an der Strunde. Das Gut liegt da, wo es heute QUIRL heißt, eine zugehörige Pleißmühle dort, wo die Bensberger Straße beginnt. Schon Ende August 1582 erteilte ihm der Herzog die Konzession zum Betrieb einer Papiermühle. Diese Mühle war damals schon die 12. auf der nur wenige Kilometer langen Strecke der Strunde von der Quelle ab, aber die erste zum Antrieb einer Papierfabrikation.

Die Betriebsstätte produzierte unter dem späteren Namen SCHNABELSMÜHLE und seit 1829 als Firma I. W. ZANDERS bis 1965, als sie dem Verkehrsfluß weichen mußte. Es hat in den 80er Jahren harter Diskussionen im Stadtrat bedurft, den Namen ‡Schnabelsmühle— als Straßennamen zu erhalten; der Schreiber dieser Zeilen hatte den Antrag gestellt.

Es hatte lange Zeit zwei weitere Papiermühlen gegeben, die obere und die untere DOMBACH. Letztere ist zurückgekehrt zum Papiergewerbe: Sie ist Standort des Rheinischen Industriemuseums Papier.

In den Büchern über die Geschichte der Papierherstellung im Strundetal stehen viele Namen, neben den genannten die Namen FAUTH, FUES, SCHNABEL, MÜLLER, LANGEN (später Zuckerfabrikant; Eugen Langen, entwickelte u. a. die Wuppertaler Schwebebahn.) und andere. Es fällt auf, dass diese Namen fast alle in der Geschichte der evangelischen Gemeinde Gladbach wieder auftauchen, als Kirch-meister oder Presbyter. Die Gladbacher Fabrikanten waren keine Katholiken. Dass sie sich überhaupt ansiedeln und behaupten konnten, ist der liberalen Politik der Herzöge von Berg zuzuschreiben. Hier sind zu erwähnen Herzog WILHELM DER V., der die Konzession von 1682 unterschrieb und KURFÜRST KARL THEODOR, in dessen Zeit der Bau der evangelischen Kirche am Quirlsberg nach 1775 fiel. Im Herzogtum Berg war man liberaler als im ach so weltoffenen und toleranten Coeln, wo vor allem Kaufleute und Handwerksmeister die Stadt abschotteten; da war der Erzbischof klüger: Er nahm Juden und Protestanten unter seinen Schutz und siedelte sie im rechts-rheinischen Deutz an, wo er das Sagen hatte œ und er wußte warum: Sie hatten Geld und waren fleißig.

Aber zurück zum Papier!

In der vorindustriellen Zeit hat sich die Technik des Papiermachens kaum verändert. Als Rohstoff dienten ausschließlich Lumpen, und der Beruf des Lumpensammlers war ein sehr wichtiger. Die Lumpen wurden zerschnitten und eingeweicht, danach einen Tag lang gestampft; die Energie für das Stampfwerk lieferte der Bach. Nach Ablagern wurde erneut gestampft, bis dass die Hadern so weit vereinzelt waren, dass sie mit anderen Hilfsstoffen zusammen (Kaolin u. a.) in Mischbütten erwärmt und dann in Schöpfbütten geleitet wurden

Die geschöpften Bögen wurden zu 181 aufeinander gestapelt und in einer Handpresse entwässert. 181 Bögen nannte man einen ‡Pauscht— oder ‡Bautsch—; daher der Ausdruck ‡In Bauch und Bogen—. Auf hohen Dachböden hing das Papier zum Trocknen. Typisch für eine Papiermühle waren die hohen, mehrgeschossigen Dachböden.

. Eine erste wichtige technische Neuerung war der sogenannte ‡Holländer—, in der Mitte des 17. Jhd. erfunden und an der Strunde erst nach 1800 -zur napoleonischen Zeit -eingeführt. In einer wassergefüllten Wanne drehte sich, auf mechanische Weise angetrieben, eine Walze mit messerscharfen Kanten, zum Zerkleinern der Lumpen besser geignet war als die lärmenden Stampfmaschinen.

Kurz vor 1800 erfand ein Franzose die Papiermaschine. Der Papierbrei wird auf ein als Laufband gestaltetes Filter aufgegeben und durchläuft mehrere Stationen: Die Papierschicht wird durch Pressen und Heizen entwässert und über Rollen geglättet, um letztlich auf einer Rolle aufgewickelt zu werden. Der Prozeß ist also von der Einzelblatt-Fertigung zu einem kontinuierlichen übergegangen. Die erste Papiermaschine an der Strunde stand in der oberen Dombach, wo sie im Betrieb des Jakob Maurenbrecher aus Düsseldorf 1842 angefahren wurde. Damals existierte die Firma Zanders schon 13 Jahre, aber man war vorsichtig, was technische Neuerungen anging.

Die ZANDERS, die so wichtig werden sollten für das Papier und für die Stadt œ woher kamen sie? Der Firmengründer eigentlich übernahm er eine gut gehende Produktion nach dem Tode seines Vetters und gab ihr seinen Namen Johann Wilhelm (‡I.W.—) wurde 1795 in Düsseldorf als Sohn eines Medizinalrates geboren. Seine Mutter geborene Pütter war mit der Familie Fauth in Berg. Gladbach verwandt. So kam Zanders an die Strunde. Nach einem Studium der Forstwissenschaft und einer Anstellung als Adjunkt in Bensberg stieg er zur Unterstützung seines Vetters Gottfried Fauth in dessen Unternehmen ein. Als dieser starb, wurde er ... siehe oben. Auch I.W. wurde nicht alt. Er starb 1831 mit 36 Jahren. Seine Frau Julie übernahm die Firmenleitung, denn die Söhne waren erst 5 und 3 Jahre alt. So ging es noch zwei Mal, als die jungen und kinderreichen Witwen Maria und Olga die Firmengeschicke übernehmen mußten und dabei ihren

‡Mann— standen.

Seit Mitte der 90er Jahre steht bei Zanders eine moderne Papiermaschine, die in der Minute 1,2 km fast 7 m breites Papier ziehen kann; wenn ich mich recht erinnere. Sie schafft im Jahr soviel wie ihre Vorgängerin in 100 Jahren; diese steht nun im MUSEUM ALTE DOMBACH.

Werbung Zanders

Danksagungen

Dieses Heft wurde auf Papier gedruckt, das die Bergisch Gladbacher Papierfabrik M-real Zanders unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, wofür wir herzlich danken. Großen Dank gebührt den Führern der Exkursionen, die sich sofort bereit erklärt haben, unsere Veranstaltung zu bereichern. Gleichfalls danken wir der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach und der Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises für Hinweise und Hilfe, z.B. bei der Verkehrslenkung. Allen Helferinnen und Helfern bei Vorbereitung und Durchführung des Treffens danken wir auf die in unserem Verein übliche staubtrockene Weise, verbunden mit der Bitte, doch auch fürderhin mitzuwirken.

Literatur

Die heimat-und naturkundliche Literatur über unser Exkursionsgebiet ist gleicherweise vielfältig wie umfangreich. Zu vielen Themen findet man Einstiegsbeiträge mit Literaturhinweisen in den jährlich vom Heider Verlag Bergisch Gladbach herausgegeben ‡Rheinisch-Bergischen Kalender—. In den letzten Jahrzehnten sind mehrere heimatkundliche Bücher längst verstorbener Autoren als Reprint erschienen, so der Band ‡Die Papiermühlen und Papiermacher des Bergischen Strundetales— von Dr. Ferdiand Schmitz aus dem Jahre 1914 (erschienen 1921, Nachdruck 1979) und ‡Das Bergische Botenamt Gladbach— von Dr. Anton Jux (Erstdruck 1963, Reprint 1992). Ein anderes Werk von Dr. Jux, ‡Die Johanniter-Kommende Herrenstrunden— (1956) ist, wenn man Glück hat, antiquarisch zu erstehen. Diese und andere Bände lassen einerseits erkennen, mit welcher Akribie die (nicht beruflichen) Heimatforscher an der Arbeit waren, sie zeigen uns andererseits in erschreckendem Maße, was an ‡HEIMAT— in einem halben Jahrhundert verloren ging. Aber das ist sicher nicht nur in Bergisch Gladbach so; mir scheint es als hier Geborener besonders kraß. Interessante Einblicke in den Gladbacher Wirtschaftszweig ‡Kalk— gibt das Buch ‡Die Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach— von Hans Leonhard Brenner, Verlag Gronenberg, Gummersbach 1992. Gerhardt Geurts veröffentlichte im Jahre 2000 ein Bändchen unter dem Titel ‡Klarren, Kessel und Granaten— zur Geschichte der Metallindustrie in unsere Stadt. In diese Werke ist jeweils ein gutes Stück Sozialgeschichte eingeflossen. Der Bensberger Autor Willi Fritzen hat sich in mehreren Bildbänden der Geschichte der schlimmen Zeit nach 1933 gewidmet. Ulrich und Herta Jux gaben 2002 einen Buch zum Luftkrieg in Bergisch Gladbach unter dem Titel ‡Im Schlagschatten der Großstadt— heraus. Auch in Festschriften, die zu Jubiläen von Schulen, von Sport-und Schützenvereinen erschienen, finden sich viele interessante Schilderungen und Bilder.

Wer besonderes Interesse hat, spreche mich an; ich vermittle gerne Fachleute oder lade zu einem Besuch in meine bescheidene Bibliothek ein.

HPS

Impressum
Herausgeber: NaturFreunde NRW e.V (Sitz Schwerte).und Naturfreunde Köln e.V.
Verantwortlich: Hans Peter Schmitz, Bergisch Gladbach
Redaktion: derselbe
Anschrift: Dellbrücker Str. 40, 51469 Bergisch Gladbach, T. 02202 œ 53355
Veranstaltungsort: NF-Haus Hardt, Hardt 44, 51429 Bergisch Gladbach(-Herkenrath), T 02204 œ 867558
www.naturfreundehaus-hardt.de
Druck: Druck-Team Gelhar, Bergisch Gladbach